Wussten Sie, dass Köln ein Altbau-Paradies ist? Knapp 150.000 Wohnhäuser stehen in der Stadt – und etwa zwei Drittel davon sind älter als 50 Jahre. Zwar gilt eher ein charmantes Gründerzeithaus als klassischer Altbau, aber gemessen am Standard der Elektroverkabelung reihen sich die Nachkriegshäuser mühelos ein. Zweiadrige Netze ohne Schutzleiter, wenige Sicherungskreise und veraltete Ummantelungen verbreiten dabei eher Sorge als Charme. Der beste Zeitpunkt für eine neue Installation kommt, wenn Wohnungen frei werden oder eine Sanierung ansteht.
In den letzten Jahrzehnten rollt eine Modernisierungswelle durch Köln: Fassaden werden gedämmt, Heizungen erneuert, Balkone angebracht. Das ertüchtigt viele Wohnhäuser aus den Fünfzigern und Sechzigern für die heutigen Ansprüche an Lebensqualität. Ebenso wichtig ist es, die Leitungsinfrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Vor allem veraltete Elektrik sieht Herausforderungen entgegen, denn in den Haushalten nimmt die Anzahl von Verbrauchern zu: Neben dem Herd und der Waschmaschine verfügen sie immer häufiger über Klimageräte, elektrische Fußbodenheizungen und Durchlauferhitzer, Wallboxen und Home-Office-Plätze.
Das beansprucht die Netze. Sichtbar wird der Mangel, wenn es zu wenige Steckdosen gibt und in den Sicherungskästen nur wenige Stromkreise zu erkennen sind. Die Gefahr liegt aber unter Putz. In Deutschland wurde erst 1973 eine dreiadrige Elektroverkabelung zur Pflicht. Zweiadrige Netze neigen dazu sich zu erwärmen, wenn höhere Strommengen fließen – das kann die Isolierung beschädigen, zu Überlastung führen und im schlimmsten Fall sogar Brände auslösen. Gelegentlich entdecken wir sogar noch stoffummantelte Kabel. Solche Installationen gehören dringend ausgetauscht.
Eine gute Elektroinstallation ist eine Investition in Wohnwert und Sicherheit
Denn Modernisierungen sind hier nicht möglich: FI-Schutzschalter zum Beispiel brauchen eine dreiadrige Verkabelung und auch elektronische Zähler können nicht zur Anwendung kommen. Eigentümer und Verwalter von Immobilien sind gut beraten, sich rechtzeitig ein Bild von der Elektroinstallation zu verschaffen. Steht die Wohnung leer, ist eine Modernisierung am leichtesten durchzuführen.
Dies ist nicht nur eine Investition in den Wohnwert, sondern vor allem auch in die Sicherheit. Ob eine Modernisierung fällig ist, stellen wir fest, indem wir die bestehende Anlage prüfen und nach DIN-Vorschrift durchmessen. Ergibt das Protokoll Handlungsbedarf, bieten wir Eigentümern den Austausch schadhafter und veralteter Komponenten an – bis hin zu einer Neuinstallation nach aktuellem Standard. Dazu gehören dann häufig auch der Austausch der Zählerschränke und das Setzen neuer Steckdosen. Danach ist meist für lange Zeit Ruhe – für Mieter und Eigentümer.
Für Hausverwalter und Vermieter interessant: Wenn die Elektroinstallation doch heutigen Standards entspricht, gilt das Prüfprotokoll als rechtssicherer Nachweis dafür, dass die Sorgfaltspflicht eingehalten wurde. Das vermeidet Rechtsstreitigkeiten im Schadensfall.